Fiiiiiinale, oh, ho, ho, hooo! (nicht lesen – singen!)

20. Klassik Trial des 1. Celler Trialclub am 21.11.2009
12. und letzter Lauf der Hanse Classics 2009

Bert Vollenscheer Wegener und Ralf  Nommensen organisierten zum zweiten Mal ein Klassik Trial. Der erste Lauf sorgte für einige Kritik über „mörderische“ Sektionen in  Presse, Funk und Fernsehen; seiner Zeit vorgetragen vor allem von Nur- oder gar Nicht- Fahrern, weniger von fahrenden Machern, Organisatoren und Sektionären. Man kann sagen, diese Art Werbung hat gut gewirkt: mehr als 70 Fahrer wollten sich der Herausforderung stellen, eine stattliche Zahl für eine regionale 1 Tages Klassik Veranstaltung.
Hoffentlich waren sie nicht zu enttäuscht über die 15 angenehm moderat, aber nicht langweilig gesteckten Sektionen. Die Herbstsonne gab sich auch noch den ganzen Tag lang die Ehre. So hielten sich die Strafpunkte in Grenzen. In der leichten Spur 35 Starter von 1 – 60 und 4 Anfänger von 95 –115 Punkten. Andererseits die 2 Trial Neulinge Arvid Arndt und Steffen Veith nur mit 47 und 49 Punkten.
In der schweren Spur 0 – 83 und Werner 7-Haar, der mit 116 endlich mal wieder über 100 lag und bekannter weise erst dann so richtig zufrieden ist.
In der Twinshockklasse leichte Spur 5 x Montesa vorn. Boh, ey! Ganz vorn Andreas Mischel mit nur einem Fehler. Allerdings fehlt dem Senkrechtstarter dieses Jahres noch die Souveränität in der Zwischenstrecke: Ein Baum musste dort zum Pausieren herhalten. Dazu hatte der keine Lust und brach einfach ab. Da lagen sie dann beide: Andreas und der Baum.
Interessant noch in dieser Klasse der „Twinshocker“ von Martin Dams: Laut Nennungsformular eine Ossa. Gab’s das so von Ossa? Mit langhubigem 4-Takt Motor, Getriebe extra und AJS Aufkleber auf dem Tank? Eindeutiger die Maschinen der Familie Lichy: MZ für den Senior und Simson für den Junior, der wie aus gewöhnlich gut informierten Kreisen berichtet wurde, allerdings gerade wegen der Simson mit den Sektionen noch Probleme hatte. Jens mit der Eigenbau MZ in der schweren Spur eher weniger. Aber sonst sind die Söhne vorn, sowohl bei Familie Maschmann wie auch bei Familie Bröker.
Jens Lawinczak sicherte sich mit einem weiteren Sieg auch den Klassensieg Twinshock Hanse Classics. Der härteste Verfolger machte einen Fehler: Björn Schmüser nahm statt der gewohnten Italjet das leichte Frauenmotorrad Fantic 200, die „Gute“ von Jasmin, die deshalb mit einer 125er auskommen musste. So blieb nur der 6. Platz und der 2. in der Gesamtwertung.
In der Klasse Pre 65 2 Takt Manfred Westermann eindeutiger und alleiniger Gesamtsieger. Und wieder hatte er den Tag über mit Aussetzern des Zündappmotors zu kämpfen, und so musste er wieder einige technisch bedingte  Strafpunkte hinnehmen. Wie schon früher glänzte Zündapp-Rookie Jürgen Baumann mit dem besten Tagesergebnis überhaupt: 0 Punkte, doch was nützt es, wenn er Zündapp nicht in die werbewirksame Jahresendliste bringt.
Die englische Firma AJS dominiert klar die Pre Unit Klasse mit ihren Fahrern Jürgen Niggemann (ganz vorn) und Werner Piepho (Vorn). Möglicherweise wird sich im nächsten Jahr auch das Stammhaus des AMC Konzern die Firma Matchless bei den Hanse Classics engagieren. Es gibt Gerüchte, dass ein neues Konzept für die Hinterradführung erprobt werden soll.
Die größte Überraschung ereignete sich in der härter umkämpften Unit Klasse. Nach dem vorzeitigen Ausscheiden von BSA Unit-Champ Rainer Frauen( offiziell werden Getriebeprobleme seiner BSA genannt. Eine schwache Ausrede bei dem bekannt guten Ersatzteilservice) wurde es knapp, knapper geht nicht, für den Weltmarktführer. Wolfgang Helms schaffte  es letztendlich noch so gerade eben vor dem stark aufkommenden MV Agusta- Fahrer Andreas Silberlocke Weber zu bleiben. Da Beide punktgleich sind, wurden die Läufe herangezogen, bei denen beide Fahrer wirklich aufeinander trafen und da lag Wolfgang mehrheitlich vorn.
Das Dutzend ist voll. Nach einer schönen langen Saison mit mehr als 600 Startern, davon ca. 200 verschiedene Fahrer, schafften es  allerdings nur 20 in Wertung zu kommen. Die Headhunter der großen Werke werden neben der Einzelleistung in Zukunft sicher vor allen auf Durchhaltevermögen achten bei der Vergabe der begehrten Werkverträge.
.Danke an den 1. Celler Trialclub, Bert Vollenscheer und Ralf Nommensen für die klasse Abschlussveranstaltung und danke an alle Veranstalter und Helfer, die die Saison 2009 so erfolgreich verlaufen ließen. Macht’s gut bis demnächst.

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P.S. Wir bitten um wohlwollende Beachtung unserer Rubrik Trialmarkt. Danke!

© by Marit Menninga