Klassiktrial des Trialclubs Zuidoost-Drenthe am 18.04.09
2. Lauf der 12. Hanse Classics 2009
Nach dem schweren ersten Lauf war in Sleen einiges anders. Zuerst Mal der Empfang: auf einem Feld vor den Trialgelände wurden im Herbst tausende Tulpenzwiebeln gesteckt um ihnen im Winter immer wieder gut zu zureden ihre Blütenpracht genau zum Trialtermin zu entfalten. Das hat gut geklappt und so wurden die Holländer ihrem Ruf schon mal gerecht. Dann hatte man für Sonne den ganzen Tag über gesorgt. Und schließlich die Sektionen: Sleen hat den Ruf die Spuren schwer auszulegen, doch diesmal wurden zu schwierige Stellen vor der Veranstaltung noch so weit entschärft, dass die Punktezahl im angenehmen Rahmen blieben (5 – 87). Angenehm niedrig auch die Starterzahl (34), wenn auch Veranstalter Chris Bekkenkamp natürlich etwas enttäuscht war. Vor allem blieb die Beteiligung aus Holland hinter seinen Erwartungen zurück. So waren die 20 Gäste aus Deutschland klar in der Mehrheit.
So blieb es an René van Saane hängen, die Niederlande in der schweren Spur Twinshock zu vertreten und das klappte gut. Er belegte sehr knapp hinter Jens Lawinczak und Uli Rührup Platz 3.
Noch besser gelang es bei den „schweren“ Pre 65-Fahrern Stef van der Sluis ( natürlich auf BSA). Er wurde Erster vor Herbert Braam und Werner Buhles. In der leichten Spur wird es langsam zur Gewohnheit, dass Andreas Weber klar vorn liegt. Zweiter und damit bester Pre Unit Fahrer Werner Piepho. Rob Petiet mit 87 Punkten absoluter Punktekönig verdankte dies nicht seinem Fahrkönnen oder etwa an seine Starrahmen-Matchless G3L nicht angepasste Sektionen, sondern der zeitweisen Suche nach dem Zündfunken. Auch Manny Westermann hatte zum Ende der Veranstaltung ähnliche Probleme, da muss sein Chefmechaniker wohl noch mal ran, obwohl der schon vor dem ersten Lauf diverse Fehler an seiner jahrzehntelang ohne Grundüberholung genutzten Zündapp in nächtelanger Arbeit beseitigt hatte. Dritter dieser Klasse übrigens Jürgen Krenz auf Aermacchi. Die Italiener haben einfach zu gute Fahrer engagiert. Naja, wenn es ernst wird in der schweren Spur bleibt BSA vorn. Interessant noch Gys van Woerkom, der mit seiner kleinen Kreidler tapfer jeden „Berg“ erklomm.
Die größte Gruppe stellten die Twinshockgenußtrialer in der leichten Spur . Vorn Ton de Rover vor Andreas Mischel, der vermutlich zum Newcomer des Jahres gekürt wird, dritter Ronald Schneider. Hier interessante 4-Takter am Start: eine 350er Ducati von Theo Oostebrink und eine Gilera Strada 150 von Gerwin Ringenier. Es gibt also eine Twinshock 4-Takt-Welt jenseits von Honda, schön.
Nun noch kurz notiert: Neu am Start Hans Erich Heier, als einziger auf einer Bultaco, die leider kurz nach Beginn streikte. Bernd Schönherr bringt Ossa nach vorn, liebäugelt aber mit einer Beamish-Suzuki und just so ein Moped bot Firma Sneezy zum Verkauf an.
Mr. Fourstroke propagiert ja neuerdings den Mut zur Leichtigkeit. Ich hoffe, dass Chris Bekkenkamp der Mut dazu nicht verlässt, denn wenn es sich erst rumgespricht, dass in Sleen nicht nur Hammertrials gesteckt werden können, kommen auch mehr Starter. Am Samstag gab es übrigens noch mal Trialspaß.
Am 16. Mai können wir uns in Ashausen zum 3. Hanse Classics Lauf sehen. Werner 7haar lässt pünktlich um 12:00 starten.
Macht's gut.
P.S. Wir bitten um wohlwollende Beachtung unserer Rubrik Trialmarkt. Danke!
© by Marit Menninga