Endspurt

21. Klassiktrial des 1. Celler Trial Club am 20.11.2010
10. und letzte Lauf der Hanse Classics 2010

Die Moto GP ist schon lange beendet. Die Formel 1 hat ihren Gesamtsieger auch längst ermittelt, genauso wie alle bekannten Trial- Serien.
Nur eine Serie oben im Norden der Republik stemmt sich erfolgreich gegen den frühen Ablauf des Motorsportjahres: die Hanse Classics. Kurz vor Beginn der Adventszeit geben die Sektionäre des 1. Celler  Trial Clubs Bert Vollenscheer und Ralf Nommensen  deshalb noch mal richtig Gas. Mit der Hilfe von Wolfgang Helms steckten sie 15 abwechslungsreiche Sektionen. Der zwangsläufig etwas kühleren Witterung ( es blieb wie fast bei jedem Hanse Classics Lauf trocken) begegneten sie mit einem etwas höheren Schwierigkeitsgrad. So galt es zum Beispiel einige Matsch-, Wasser- und Schlammpassagen mit anschließender Auffahrt zu überwinden. Gerade in der 2. Runde waren diese Stücke immer tiefgründiger werdend, geeignet für ausreichende Körperwärme der fast 80 Fahrer zu sorgen.
Die leichte Spur meist großzügig gesteckt. „Lenker am Anschlag“ eine frühere meist nicht so geliebte  Celler Sektionsspezialität gab es nicht. Dafür oftmals verschiedene Spuren in einer Sektion, bei denen erst erforscht werden musste, welche die bessere Variante ist. Klasse! In den beiden Spuren weitest gehend ungefährlich gesteckt. Lediglich dern Sprung von einer Wurzelstufe hätte man sich vielleicht sparen können, so was schreckt die Anfänger ab. In der schweren Spur waren vermutlich auch ein paar richtig enge Ecken dabei, doch hatte ich keine Zeit darauf zu achten. Mit diesmal 10 Startern war unsere Gruppe Pre 65 leichte Spur relativ stark. Doch wie bei den 10 kleinen Negerlein wurden wir nach und nach immer weniger: An Werner Piephos AJS, die normalerweise ein Muster an Zuverlässigkeit ist, wollte der Kickstartmechanismus  nicht mehr mitspielen. Manny Westermann und Joachim Happel machten sich naß. Das allein hätte  Herrn Westermann noch nicht zum Aufgeben bewogen, doch wieder einmal begann die Zündapp mit Aussetzern auf sich aufmerksam zu machen. Da dieses Thema nun langsam langweilig wird, gelobe ich über die Ausfälle dieses Motorrades nicht mehr zu berichten.
Trotz der vielen gut gefüllten Fahrergruppen (9 Stück, keine unter 8 Fahrern) gab es an den Sektionen  kaum Wartezeiten und vor allem waren alle Teilnehmer deutlich vor Einbruch der Dunkelheit zurück, so dass auch die Siegerehrung  noch bei Tageslicht stattfinden konnte.
Was fiel sonst noch auf?
Andreas Reimann bringt seine seltene Armstrong mal wieder ans Tageslicht und Thomas Kleppe seinen Mix aus Fantic und Honda CM 200 Chopper 2-Zylinder Motor kurz Hontic. Trotz der zum Teil anstrengenden Sektionen findet Tiger Cub Fahrer Jürgen Becker Zeit mit einem der zahlreichen Zuschauer Kochrezepte auszutauschen. Hans Reiter lässt einen fahren: Timo Bröker bester Pre 65 Fahrer auf einer Reiter CZ 175, sonstige Ergebnisse siehe Liste. Volker 7-Haar und Sohn Marten tauschten zwischendrin ihre Motorräder. Also Volker auf der kleineren TLM 50 und Marten mit der 200er. Der junge Tobias Lichy dieses Jahr mit größerem Motorrad deutlich besser unterwegs.
Danke an alle, die zum Gelingen diese Laufs beigetragen haben.
Endlauf bedeutet auch Gesamtsiegerehrung direkt im Anschluß an den letzten Lauf. Immerhin 15 Twinshockfahrer fuhren 7 Hanse Classics Läufe dieses Jahr. Bester von Ihnen der Ruppi: Ulrich Rührup, der dem Fantic-Werk damit Ehre macht.
Hans Reiter bringt seine CZ vor die Westermannsche Zündapp. Anderen Pre 65 Zweitakt Fahrer fehlt die Langzeitkondition, um überhaupt in Konkurrenz treten zu können. Immerhin 4 Unit Fahrer haben es geschafft und Andy „Silberlocke“ Weber bringt seine MV Agusta 250 Raid ganz nach vorn vor die BSA Meute. BSA hat jetzt 2 Möglichkeiten für 2011: mehr  Präsenz in der schweren Spur oder diesen Fahrer abwerben.
In der Königsklasse Pre 65 Pre Unit einsamer Sieger Werner Piepho, der sich durchaus mehr Gegner wünscht, aber wie böse Zungen behaupten, keine, die besser fahren als er, was auch gar nicht so einfach ist. Immerhin erreichte Werner die höchste Gesamtpunktzahl.
Noch ein paar trockene Zahlen: Im Schnitt gab es 55 Fahrer pro Lauf. 185 verschiednen Fahrer nahmen teil, doch leider kommen nur 22 in Gesamtwertung, na ja, immerhin 10 Prozent mehr als 2009.
Vielen Dank allen, die zum gelingen der Serie beigetragen haben. Nach den Hanse Classics 2010 ist vor Hanse Classics 2011. Erste Überlegungen laufen an. Einige Veranstalter haben bereits ihre Bereitschaft bekundet, einen Lauf auszurichten.
Doch erstmal wollen wir die Adventszeit und den Jahreswechsel genießen.
Bis zum nächsten Jahr alles Gute

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P.S. Wir bitten um wohlwollende Beachtung unserer Rubrik Trialmarkt. Danke!

© by Marit Menninga