Klassik Trial des Trialclub Zuid Oost Drenthe 17.04.2010
1. Hanse Classics Lauf 2010
Der Hanse Classics Auftakt 2010 fand bei bestem Sonnenwetter im Gelände des Trialclub Zuid Oost Drenthe statt. Theo Oostebrink hatte mit seinen Helfern für 15 knackige Sektionen gesorgt, die nach der langen Winterpause den Staub aus den Knochen der Fahrer schüttelten.
Die leichte Spur anspruchsvoll, aber ungefährlich. In der schweren Spur einige Stufen und Absätze, die für richtige Pre 65 Motorräder schon schwierig zu bewältigen waren. Daher wagte sich auch nur Chris Bekkenkamp mit seiner Triumph Tiger Cub und eine kleine Gruppe Twinshocker in diese Spur. Den Fahrern der modernen Twinshock Motorrädern fiel dann diese Spur gar nicht so schwer. Jens Lawinczak mit nur 10 Punkten knapp vor Rene van Saane (12 P.) und Stef van der Sluis (13 P.). Von Frank Fromme und Michael Andersen aus Dänemark forderten die Sektionen mit 45 und 51 Punkten schon deutlich mehr. Chris Bekkenkamp blieb noch unter hundert Punkten.
In der leichten Spur egal ob Twinshock oder Pre 65- Moped lagen die Ergebnisse zwischen 5 und 70 Punkten. Andy Weber brachte seine MV Agusta nach vorn, gefolgt von Martien Vermeulen, der eine belgische FN bewegt, die sich im Starrahmenlook präsentiert, aber dann bei genauem Hinsehen eine Gummifederung aufweist. Gerwin Ringenier fuhr eine interessante neu aufgebaute Gilera 202, die sehr leicht ist, aber noch recht schnell übersetzt, so dass ein häufiger Kupplungseinsatz nötig ist.
Die Genußtrialer mit Twinshockmotorrädern sahen Andreas Mischel ganz vorn, gefolgt von Rob van Saane und Walter Adams, somit 3x Montesa vorn, ein seltener Anblick. In dieser Klasse mit Coriene Vermeulen und Jolanda van Saane (ja, die Familie van Saane ist wirklich trialbegeistert) auch zwei junge Damen gut unterwegs. Der jüngste Teilnehmer Gero Kressel in dieser Saison erstmals auf der großen Bultaco am Start und zwar das frühe Modell mit der einteiligen Tank- Sitzbank- Kombination. Paul van Leeuwen brachte gleich 2 Ossa an den Start. Beide aus den letzten Serien mit den fast schon horizontal liegenden Federbeinen. Eine davon wurde an Yoeri Heerschap verliehen, dessen Vater Kryn einen interessanten MZ TS 150- Eigenbau einsetzte.
Durch die nur knapp 30 Starter ergab sich bei zügigem Ablauf eine sehr entspannte Atmosphäre. Dies war angenehm für die Teilnehmer, für den Veranstalter aber etwas enttäuschend, der hier für eine klasse Veranstaltung gesorgt hatte.
Vielleicht treffen sich mehr Trialer beim 2. Lauf, ausgerichtet vom FMC zu Gast in Ashausen am 15. Mai.
P.S. Wir bitten um wohlwollende Beachtung unserer Rubrik Trialmarkt. Danke!
© by Marit Menninga