Klassik Trial des FMC Comet im Gelände des TTB am 15.05.2010
2. Hanse Classics Lauf 2010
Werner 7-Haar präsentierte den mehr als 60 Startern 16 Sektionen, die wie gewohnt 2x zu probieren waren. Neben einer extra leichten Spur und der gewohnten leichten und schweren Spur bot er für die ganz besonders Leistungswilligen noch eine hammerharte Spur für Twinshockfahrer. Diesmal gab es immerhin 11 Starter, die dies Angebot annahmen.
Das erfahrene Fantic Duo Uli Rührup und Jens Lawinczak belegte die Plätze 1 und 2 vor den beiden jungen Honda Nachwuchsfahrern Benjamin Frauen und Sven Maschmann.. Bei ihnen sind die japanischen Sportgeräte sponsored by Daddy. Und die Daddys traten ebenfalls mit Hondas an, gaben aber frühzeitig auf. Rainer Frauen kam seine Honda nach der jüngsten „Beta-Zeit“ zu schwer und zu schwach vor. Bernd Maschmann, in der normal schweren Spur unterwegs, waren die Sektionen zu eckig. Ossa Newcomer Heinz Ludwig Ohrmann jedoch belegte in dieser Klasse auf Anhieb Platz 1 gefolgt von Volker Richter, Yamaha, und Rainer Oeding, der dieses Jahr wieder zurück zu seiner alten Stammmarke SWM wechselte. Auch in dieser Klasse drängt ein ganz junger Nachwuchsfahrer nach vorn: Jarmo Robrahn erreichte Platz 4 mit der kleinen Yamaha.
Ebenfalls in der schweren Spur kämpfte Sektionär Werner 7-Haar allerdings für das NSU Werk, mit der Maxi in der Pre 65 Unit Klasse. Doch muß an diesem Gerät die Gangarretierung dringend überarbeitet werden. In der Aufwärtskehre unterbrach die NSU Maxi die Kraftübertragung so überraschend, dass Werner zu Fall kam und sich eine Verletzung zuzog, die zur vorzeitigen Aufgabe zwang.
Nicht nur deshalb lag BSA klar vorn mit Holger Schönknecht und Gerd Cernauskas. Auch der drittplazierte Andy Weber soll einen Wechsel von MV zu BSA anstreben.. Es soll schon Verhandlungen über die Nutzung einer Unit Wettbewerbsmaschine der Engländer gegeben haben. Dieser nach vorn strebende Fahrer wäre sicherlich ein Gewinn für BSA, doch dominiert der BSA Unit-Triebsatz schon jetzt diese Klasse, so dass für das Werk nicht unbedingt weitere Fahrer nötig sind um die Überlegenheit zu demonstrieren.
Günter Stegmann brachte in der leichten Spur den interessanten 350er Triumph Twin, der jetzt auch in der Unit Klasse gewertet wird, ganz nach vorn. Und auch dies dürfte die BSA Chefetage erfreuen, da Triumph auch zu diesem weltgrößten Hersteller gehört. Ansonsten auch hier viele BSA Fahrer unterwegs. Neu dabei Sven Munstermann, der durch einen sehr flotten Fahrstil in den Sektionen auffiel. Ob dies vom Vater Mr. Fourstroke vererbt wurde oder einfach der relativ langen Übersetzung der BSA geschuldet wurde, müsste noch geklärt werden.
Bei den Pre 65 2 Taktern wie erwartet Jürgen Baumann vor Dr. Thomas Ruppel und Manfred Westermann, alle auf Zündapp. CZ Fahrer Hans Reiter gab frühzeitig auf und konnte so diesmal die Zündapp Reihe nicht aufbrechen. Vermutlich war er in Gedanken schon bei seinem eigenen Lauf in Leopoldshöhe am 5. und 6. Juni.
In der schwach besetzten Pre Unit Klasse sah man Martin Dams vor Werner Piepho. Somit Doppelsieg für AJS. Doch es verdichten sich Gerüchte , dass BSA auch hier mit ein oder sogar zwei seitengesteuerten Motorrädern Flagge zeigen will, um dem AMC Konzern seine Führung in dieser Klasse streitig zu machen. Ob die Idee mit mehr Hubraum aber vereinfachter Ventilsteuerung, gegen die kopfgesteuerten kleinen 350er AJS anzutreten Früchte tragen wird, bleibt vorerst abzuwarten. Matchless, das Stammhaus des AMC Konzerns plant angeblich direkt einzugreifen mit einer Weiterentwicklung der 350er im Bereich der Hinterradführung. Seit längerem gibt es Gerüchte, dass mehrere Motorräder im Aufbau seien, die eine revolutionär einfache Hinterradführung aufweisen sollen.
In der Klasse Twinshock leicht setzten sich gegen große Konkurrenz mal wieder die Montesa Fahrer Andreas Mischel und Walter Adams durch, allerdings dicht gefolgt von Klaus Meyer, der für die spanische Marke mit dem 4 blättrigen Kleeblatt fahrt. Größtenteils wurden in der leichten Spur nur wenige Fehler gemacht, so dass die Punktezahlen niedrig blieben. Trotzdem gab es auch hier einen Verletzten. Martin Fricke scheiterte an einer Auffahrt und stürzte so unglücklich, dass er sich verletzte. Wir wünschen ihm und Werner 7 Haar gute Besserung.
Wir sagen Werner und seinen Helfern sowie Familie Meins, Betreiber der Twinshockkantine nochmals vielen Dank für die geleistete Arbeit. Bis demnächst in Leopoldshöhe.
P.S. Wir bitten um wohlwollende Beachtung unserer Rubrik Trialmarkt. Danke!
© by Marit Menninga