7. Hentschel - Hohnstorf Klassiks am 6.11.2010
9. Hanse Classics Lauf 2010
Die ganze erste November Woche Regen, Regen und nochmals Regen. Also ist die richtige Vorbereitung: das wasserfeste Papier für die Wertungskarten auf die Schreibunterlagen zu spannen. Doch wie meist hatten die Veranstalter, die Familie Hentschel und Freunde für trockenes, sogar sonniges Wetter gesorgt, welches sich pünktlich zum Startbeginn anhaltend einstellte. Der Regen der Vorwoche diente also nur dazu, den Sand vieler Sektionen fahrfreundlich zu festigen.
Nach dem Blackout der BSA Fahrer beim vorigen Lauf, siehe Bericht Preetz „BSA Desaster“, setzte der Weltmarkführer nun alles dran, diese Scharte auszuwetzen. BSA sollte wieder wie gewohnt für den Sieg stehen. Fahrer der Tochterfirma Triumph erhielten keine Starterlaubnis, dafür wurden weitere BSA Fahrer genannt.
Doch auch diesmal lief nicht von Anfang an alles rund. Zwar war die BSA vom Hohnstorfer Chefsektionär Wolfgang Hentschel wieder einsatzbereit, doch nach wenigen Sektionen kenterte seine BSA in einem Wasserloch, komplette Schlagseite mit Wassereinbruch bei Mann und Maschine. Doch helfende Hände waren sofort zur Stelle und retteten beide. Auch wird der jetzt klemmende Gasschieber sofort wieder befreit, während Wolfgang das Wasser aus den Stiefeln läßt. Es gab im nachhinein Gerüchte, dass diese kompetenten Helfer vorsichtshalber vom Werk geschickte Mechaniker waren. Das ist natürlich Unsinn.
Der auch vom Organisationsstress mental angeschlagene Wolle Hentschel brachte seine BSA letzten Endes noch ins Ziel, jedoch auf dem letzten Platz in der leichten Spur. Eine kleine Nachlässigkeit Wolles rächte sich übrigens noch in der Letzten der 2x 15 Sektionen. Der immer noch montierte Vorserienkickstarter brach ab. Den längst von BSA gelieferten Serienkickstarter hatte er noch nicht montiert.
Dafür lag meine BSA ganz vorn, punktgleich mit dem besten Pre Unit Fahrer Jürgen Niggemann auf AJS.
Die starke Gruppe der Twinshockfahrer der leichten Spur sah am Ende 3 Montesa Fahrer vorn, wobei Senior Walter Adams dem Nachwuchs zeigte, wo der Hammer hängt.
In der schweren Spur wieder eine 1A PR Arbeit für das wieder aktivierte Ossa Werk: Jürgen Baumann errang mit nur 3 Fehlerpunkten den Sieg für Ossa. Allerdings direkt gefolgt von Jörg Demmler. In dieser Klasse lag erstmals Gero Kressel vor seinem Vater Gerald Franz.
Auch einige von den Pre 65 Motorrädern starteten in der schweren Spur. Und auch hier siegte BSA, sogar doppelt: Holger Schönknecht knapp vor Wolfgang Helms, beide deutlich sogar vor den Zündapp und CZ Fahrern. Hier machte BSA keine Experimente: bewährte Fahrer auf bewährten Motorrädern. Das in Preetz gebrochene scheinbar sensible Prototypen Fahrwerk wurde nicht wieder eingesetzt. Fahrer Gerd Cernauskas startete in der Twinshockklasse auf einer privaten spanischen Bultaco, brach aber schon nach einer Runde ab. Trotz guter Kontakte war nicht zu erfahren, ob BSA hier ein Veto eingelegt hat. Ganz offen wurden dafür allerdings Bilder einer Pre Unit BSA gezeigt, die im nächsten Jahr auch in dieser Klasse zumindest Präsenz zeigen soll.
Die Sektionen insgesamt so moderat gesteckt, dass alle Gruppen vor Einbruch der Dunkelheit bei guter Gesundheit von der schönen Strecke zurück waren. Dieses Jahr wurde auf eine Durchfahrtskontrolle verzichtet. Eine falsche Entscheidung, waren doch wieder einige von den etwa 55 Fahrern gesichtet, die sich gegen die Fahrtrichtung bewegten. Für das folgende Jahr ist wieder mit einer sofortigen Disqualifizierung zu rechnen.
In 2 Wochen findet im Gelände des 1. Celler Trialclubs der Endlauf nach einer langen Saison statt. Start dann schon um 11:00 Uhr. Alles Gute bis dahin.
P.S. Wir bitten um wohlwollende Beachtung unserer Rubrik Trialmarkt. Danke!
© by Marit Menninga